Heilbronn – mit Kreis

Oedheim: Tötungsdelikt an Säugling
nach 16 Jahren aufgeklärt
Bad Rappenau/A6: Lkw-Fahrer bei Auffahrunfall
lebensgefährlich verletzt

+++Oedheim: Tötungsdelikt an Säugling nach 16 Jahren aufgeklärt

Anfang März 2002 wurde von spielenden Kindern zwischen
Neckarsulm-Amorbach und Oedheim in einem Feldgebiet die Leiche eines
weiblichen Neugeborenen gefunden. Untersuchungen ergaben, dass das
Kind nach seiner Geburt gelebt hatte und gewaltsam zu Tode gekommen
war. Hinweise auf die Eltern des Mädchens oder Personen, die es in
einer Kunststofftüte in dem Gebüsch abgelegt hatten, fand die Polizei
trotz intensiver Ermittlungsmaßnahmen damals nicht heraus. Es konnten
jedoch das DNA-Muster der Mutter, sowie ein Teil-DNA-Muster des
Vaters des Säuglings bestimmt werden. Seither durchgeführte
Vergleichsuntersuchungen blieben jedoch viele Jahre ohne verwertbaren
Treffer. Die Wende in dem Fall brachte ein Ermittlungsverfahren wegen
eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz im Jahr 2017. Eine
in diesem Zusammenhang durchgeführte DNA-Untersuchung sowie weitere
Gutachten ergaben Anfang des Jahres, dass es sich bei dem
Beschuldigten des Rauschgiftdeliktes mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit um den Vater des im Frühjahr 2002 aufgefunden
Opfers handelt. Nach diesen neuen Erkenntnissen wurde bei der
Kriminalpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Heilbronn eine
Ermittlungsgruppe eingerichtet und mit zielgerichteten Fahndungs- und
Ermittlungsmaßnahmen begonnen. Es konnte herausgefunden werden, dass
der heute 36-jährige Vater des Kindes zu keinem Zeitpunkt wusste,
dass er eine Tochter hatte, da es zwischen der Mutter des
Neugeborenen und dem Mann offenbar lediglich zu einem einmaligen
Zusammentreffen im Jahr 2001 gekommen war und seither keinerlei
Verbindung mehr zwischen den beiden Personen bestand. Durch
langwierige und intensive Ermittlungen rückte im Juli dieses Jahres
auch eine heute 32-jährige Frau in den Fokus der Ermittler. Nach
einer anfänglichen Weigerung erklärte sich die Frau mit der Abgabe
einer DNA-Vergleichsprobe einverstanden. Danach war die 32-Jährige
aber zunächst längere Zeit nicht mehr erreichbar. Nachdem es den
Beamten gelungen war, erneut Kontakt mit der Frau herzustellen,
bekräftigte sie nochmals nichts mit dem 16 Jahre zuvor in Oedheim
aufgefundenen Kind zu tun zu haben, erklärte sich aber bereit für den
Speicheltest. Einen Tag bevor es zur vereinbarten DNA-Entnahme kam,
wurde dem Polizeirevier Heilbronn Ende August ein Sachverhalt
gemeldet, bei dem eine lebensgefährlich verletzte Frau in einem
Wohnhaus aufgefunden wurde. Es handelte sich dabei um die durch die
polizeilichen Ermittlungen bekannt gewordene 32 Jahre alte Frau.
Diese hatte versucht sich mit einem Messer das Leben zu nehmen und
sich dabei zahlreiche lebensgefährliche Verletzungen zugefügt. Die
Frau wurde in ein Klinikum gebracht und musste umgehend notoperiert
werden. Eine entnommene DNA-Probe ergab am Folgetag Gewissheit für
die Ermittler. Die Frau war die Mutter des vor 16 Jahren aufgefunden
und getöteten Neugeborenen. Die 32-jährige befindet sich
zwischenzeitlich außer Lebensgefahr und hat gegenüber den Ermittlern
eingeräumt, ihr Kind nach dessen Geburt Anfang März 2002 erstickt und
am damaligen Fundort abgelegt zu haben. Mittlerweile wird die Frau
durch einen Rechtsbeistand vertreten und macht bislang keine weiteren
Angaben mehr zu der Tat. Durch die Staatsanwaltschaft Heilbronn wurde
am 07.09.2018 ein Haftbefehl wegen Totschlags beantragt. Dieser wurde
noch am gleichen Tag durch den zuständigen Richter beim AG Heilbronn
erlassen. Die Frau wurde in ein Justizvollzugskrankenhaus
eingeliefert.

+++Bad Rappenau/A6: Lkw-Fahrer bei Auffahrunfall lebensgefährlich verletzt

Eine lebensgefährlich verletzte Person und Sachschaden in Höhe von
etwa 120.000 Euro sind die Folgen eines Auffahrunfalles, der sich
heute kurz vor 10.30 Uhr auf der A 6 zwischen den Anschlussstellen
Bad Rappenau und Sinsheim-Steinsfurt in Fahrtrichtung Mannheim
ereignete. Aufgrund stockendem Verkehrs auf dem rechten Fahrstreifen
bremste der 29-jährige Fahrer eines mit Weizen beladenen Sattelzuges
etwa 300 m vor dem Parkplatz Bauernwald sein Gespann langsam ab. Der
nachfolgende 48-jährige Fahrer eines leeren Silozuges fuhr aus bisher
unbekannter Ursache ungebremst auf den Sattelzug auf. Dabei wurde der
48-Jährige mit lebensgefährlichen Verletzungen im Führerhaus
eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Aufgrund
seiner schweren Verletzungen musste er von einem Rettungshubschrauber
in eine Spezialklinik gebracht werden. Die A 6 musste voll gesperrt
und der Verkehr an der Anschlusstelle Bad Rappenau ausgeleitet
werden. Auf der A 6 bildete sich ein bis zu 30 Kilometer langer
Lkw-Stau. Momentan ist die A 6 noch bis etwa 15 Uhr gesperrt.

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