Heilbronn: Nachtrag zur Tat an der Kilianskirche

Im Fall des Messerangriffs eines 70-Jährigen am
Samstagabend in
der Heilbronner Innenstadt wurden
inzwischen erste Vernehmungen
durchgeführt. Einer
der Verletzten gab an, dass zwei andere
Asylbewerber
den Tatverdächtigen zu Boden gebracht und festgehalten

hatten.

Der 70-jährige Verdächtige äußerte sich bei seiner ersten
Befragung zum Motiv der Tat in der Weise, dass er gegen die
Flüchtlingspolitik ein Zeichen setzen wollte. Diese Äußerung wurde in
der Pressemitteilung vom 19.02.2018 mitgeteilt. Nach dem derzeitigen
Ermittlungsstand ist die Tat als ein Vergehen der gefährlichen
Körperverletzung zu werten. Ob es bei dieser vorläufigen Bewertung
bleibt oder doch ein versuchtes Tötungsdelikt vorliegt, wird nach den
weiteren Ermittlungen zu prüfen sein. Zur Alkoholisierung des
Tatverdächtigen kann derzeit keine Aussage getroffen werden, da das
Untersuchungsergebnis der entnommenen Blutprobe noch nicht vorliegt.
Der Tatverdächtige war bislang noch nicht polizeilich in Erscheinung
getreten. Auch in Zusammenhang mit rechten Gruppierungen oder
Parteien fiel der Mann noch nicht auf. Der verletzte 17-Jährige
befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung. Lebensgefahr
bestand und besteht nach den derzeitigen Erkenntnissen nicht.

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