„NSU“: Wieder eine Zeugin tot

logo-schlappi20 Jahre alte Zeugin nach Krampfanfall gestorben

In einer gemeinsamen Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Karlsruhe teilten den Tod der 20jährigen Ex-Freundin Melisa M. von Florian Heisig mit, der im Herbst 2013 in einem Wagen in Stuttgart nach angeblichem Selbsmord unter dubiosen Begleitumständen verbrannt war. Florian Heisig soll gewusst haben, wer die Polizistin Michèle Kiesewetter 2007 in Heilbronn getötet hat. Die 20-Jährige hatte im baden-württembergischen NSU-Untersuchungsausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung ausgesagt, weil sie erklärt hatte, sie fühle sich bedroht.

Nach dem Tod einer 20 Jahre alten Frau, die als Zeugin vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des baden-württembergischen Landtages ausgesagt hatte, ermitteln die Staatsanwaltschaft Karlsruhe wie auch Beamte der Kriminalpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Karlsruhe.

Am Samstagabend war sie gegen 18.25 Uhr in ihrer Wohnung in Kraichtal im nördlichen Landkreis Karlsruhe von ihrem Lebensgefährten krampfend aufgefunden worden. Der alarmierte Notarzt leitete noch vor Ort sofortige Reanimierungsmaßnahmen ein, die während des Transportes und anschließend auch in einer Heilbronner Klinik fortgesetzt wurden. Letztlich konnte das Leben der jungen Frau aber nicht gerettet werden.

Da die Todesursache unklar ist, wurde heute durch das Amtsgericht Heilbronn eine Obduktion angeordnet. Diese wird noch am Sonntagabend am Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin der Universität Heidelberg durchgeführt.

Nach dem vorläufigen Ergebnis der am Sonntagabend am Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin der Universität Heidelberg durchgeführten Obduktion ist die 20 Jahre alte Frau aus Kraichtal an den Folgen einer Lungenembolie verstorben.

Den Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei zufolge hatte die junge Frau am Dienstag, dem 24. März, in den Nachmittagsstunden auf dem Vereinsgelände eines Motocross-Sportvereins in Odenheim beim Training mit einer 250-ccm-Maschine einen leichten Unfall. Offenbar nach einem Fahrfehler war sie bei geringer Geschwindigkeit mit dem Geländemotorrad ihres Lebensgefährten zu Fall gekommen und hatte sich eine Prellung im Knie zugezogen. Eine polizeiliche Aufnahme des Geschehens erfolgte nicht.

Am Dienstagabend suchte die 20-Jährige ein Krankenhaus auf und ließ sich hier ambulant versorgen. Zwei Tage später stellte sie sich ihrem Hausarzt vor. Beide Male wurde durch die Ärzte Thrombosevorsorge betrieben.

Dennoch dürfte sich aus dem unfallbedingten Hämatom im Knie ein Thrombus gelöst und letztlich die Embolie verursacht haben. Anzeichen für eine wie auch immer geartete Fremdeinwirkung haben sich bei der Obduktion nicht ergeben.

So jedenfalls die offizielle Verlautbarung, wiewohl die Staatsanwaltschaft Karlsruhe laut Stuttgarter Zeitung nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis weitere Analysen der Leiche einer Zeugin im Stuttgarter NSU-Untersuchungsausschuss angeordnet hat. Zwar hätten die Behörden am Montag mitgeteilt, die Frau sei an einer Lungenembolie gestorben. Dennoch werde nun noch untersucht, ob die Frau womöglich vergiftet wurde.

Vor einem Jahr wurde der V-Mann Thomas Richter („Corelli“) tot aufgefunden. Er galt als der vielleicht wichtigste V-Mann im NSU-Komplott: “Corelli” finanzierte mit seinem V-Mann-Salär in Höhe von 180.000 Euro den Aufbau des KuKluxKlans in der Gegend von Schwäbisch Hall – aus diesem Sumpf führen Spuren zum Kiesewetter-Mord. er verstarb angeblich an einer unerkannten Diabetes. Nach Medienberichten soll Corelli zunächst über den MI5/MI6 in Großbritannien versteckt worden sein.

Das nonkonforme Magazin Compact schrieb damals zu bis dahin insgesamt sechs seltsamen Todesfällen:

* Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, die angeblichen Killer des NSU. Ihr Selbstmord ist klar widerlegt, weil man in ihren Lungen keine Rußpartikel vom brennenden Wohnmobil fand. Die müssen vor dem Brand um die Ecke gebracht worden sein.

* Florian Heilig, wichtiger Zuge zu den Hintergrundstrukturen im Mordfall Kiesewetter. Verbrannte sich angeblich selbst in seinem Auto. Seine Eltern in ihrem bisher einzigen Interview, veröffentlicht ebenfalls in COMPACT: “Wir glauben nicht an Selbstmord.”

* Drei hochrangige Beamte des LKA Thüringen, die mit der NSU-Fahndung befasst waren, verstarben 2001/2002 unter seltsamen Umständen.

Inzwischen sind es 9 Zeugen, die das Ende des NSU-Prozesses nicht mehr erleben.

Auch der Fall Arthur Christ, ein möglicher Bekannter von Florian Heilig, der in einem Waldstück bei Heilbronn neben seinem ausgebrannten Auto am 24.1.2009 verbrannt aufgefunden wurde, wird als Tatzeuge am Mord von Michèle Kiesewetter vermutet.

Ungeklärt ist auch der Tod der am 26.10.2008 ganz in der Nähe ertrunken aufgefundenen Diana Pawlenko.

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